Barky wird longiert

Longieren – damit habe ich immer im Kreis laufende Pferde an der Longe verknüpft. Das geht auch mit Hunden? Aber wofür soll das gut sein? Diese Fragen stellte ich mir, als ich das erste Mal in unserer Hundeschule Pfötchenuni vom Longieren der Hunde gehört habe.

Tatsächlich funktioniert das Longieren der Hunde etwas anders als das der Pferde:

Der Mensch steht im Zentrum des Longierkreises und steuert den Hund sowohl durch Stimme als auch durch Körpersprache. Der Hund befindet sich außerhalb des Kreises, muss diese Distanz aufrechterhalten und nonstop auf seinen Menschen achten. Durch die hohe Konzentration, die der Hund leisten muss, eignet sich das Longieren hervorragend für Hunde, die u. a. Unsicherheiten im Umgang mit Artgenossen zeigen oder ein hohes Erregungslevel aufweisen. Also perfekt für meinen kleinen unruhigen Barky.

Anfangs habe ich Barky an der Leine am Rand des Kreises entlang geführt, ich innen, er außen. Erstmal musste er ja verstehen, was ich überhaupt von ihm möchte. Schnell hat er kapiert, dass er angeraunzt wird, wenn er in den Kreis hinein läuft und dass er tolle Bestätigung bekommt, wenn er sich friedlich außen am Kreis entlang bewegt. Hatte ich schon erwähnt, dass Kromfohrländer schnell lernen??? Das Longieren fördert die Bindung zwischen Hund und Mensch ungemein, das war einer DER Gründe, warum ich mich für Barky dazu entschieden habe, das mal auszuprobieren.

Wenn der Hund das Grundprinzip kapiert hat und befolgt, dann können zusätzliche „Bausteine“ eingebaut werden:
– Richtungswechsel
– Tempowechsel
– Hürden
– Tonnen, um die herumgelaufen werden muss
– eine offene Stelle am Kreis (z.B. mit Slalomhütchen)
– ein zweiter Kreis, wobei dann von einem in den anderen gewechselt wird
– ein zweiter Hund am gleichen Kreis

Diese zusätzlichen Dinge werden nach und nach trainiert und damit ist Barky richtig schön ausgelastet – ich übrigens auch, denn jeder Baustein wird ja auch wieder mit einem neuen Kommando aufgebaut, wobei ich mir dann sowohl Kommando als auch Körperbewegung merken muss.

Damit wir auch zuhause üben können, habe ich mal einen Longierkreis in unserem Garten aufgebaut, wie man sieht geht das auch mit sehr einfachen Mitteln:

In diesem Video läuft Barky konzentriert am Kreis entlang, während Nachbars Schäferhund am Zaun kläfft. Genau diese Gelassenheit ist es, die ich fördern möchte. Barky soll andere kläffende Hunde ignorieren und ruhig „seine Arbeit“ erledigen und seine Aufmerksamkeit auf mich richten. Wie ihr seht, funktioniert das inzwischen sehr gut.

Das Longieren hat uns in Hinsicht auf Barkys Pöbelei anderen Hunden gegenüber ein gutes Stück weitergeholfen. Es hat seine Bindung zu mir gestärkt, er hat gelernt, sich auch unter Ablenkung auf mich zu konzentrieren und manchmal merkt man wirklich, wie gut es ihn auslastet, denn nach dem Longieren zeigt Barky sich immer sehr entspannt und zufrieden. Also los, probiert es mit euren Hunden auch mal aus, es ist nicht so kompliziert und sicher findet ihr in eurer Umgebung auch einen Trainer, bei dem ihr die Grundlagen erlernen könnt.

Annual Trophy Show 2018 Hannover

Am 01.07.2018 machte ich mich sehr früh morgens gemeinsam mit Nina auf den Weg zur Annual Trophy Show in den Messehallen von Hannover. Diesmal waren wir für so eine große Ausstellung richtig gut vorbereitet, wir hatten genügend Verpflegung (natürlich auch Wasser und Leckerchen für Barky), gemütliche Klappstühle und eine Kuscheldecke für Barky mit.

Wir kamen ohne Stau und dank der sehr guten Beschilderung pünktlich in Hannover an. Ich war gespannt, wie Barky auf die vielen anderen Hunde reagieren würde, so eine große Ausstellung hatten wir schon sehr lange nicht mehr besucht.

Ich glaube, er war so beeindruckt von der Masse an Hunden, dass er sich dann doch lieber auf mich verließ und keine Hundebegegnungen selbst regeln wollte. Barky zeigte sich recht ruhig und angenehm im Verhalten, wieder einmal war ich sehr stolz auf ihn und zuversichtlich, dass sich die weite Anreise zum Sammeln der Anwartschaften für den Champion-Titel lohnen würde.

Barky war in der Offenen Klasse gemeldet und wir hatten Glück, er präsentierte sich souverän und freundlich. Nach unserer erfolgreichen ersten Runde lief er gegen seinen Onkel Caius vom glatten Kiesel um den Titel Bester Rüde. Caius lebt in Dänemark und startet schon in der Champion-Klasse, er ist so gut auf die Ausstellungen traininert, dass er erwartungsgemäß den Durchgang gewann.

Richterbericht:

Über 2 Jahre alter Rüde von sehr guter Größe, Kopf mit passenden Ohren, Augen und Pigment. Sehr gute Halslänge, Körper in sportlicher Substanz, gerade Front, hinten kräftig bemuskelt und sehr gut gewinkelt. Rute hoch angesetzt. Passendes Haar und Farbe, freundliches Wesen, in der Bewegung hinten etwas eng.

Barky von der Ruhrhalbinsel
Offene Klasse
Bewertung: Vorzüglich 1, Reserve CACIB
CAC-VDH, CAC-Klub

Zuchtrichter: Peter Machetanz
Zuchtrichteranwärterin: Marion Eggeringhaus
Sonderleiterin: Sabine Lange

Nach der Aushändigung des Richterberichts bummelten wir mit einem entspannten Barky sogar freiwillig noch durch die Messehalle und schauten am Info-Stand des Rassezuchtvereins der Kromfohrländer vorbei.

Ganz spontan stimmten wir zu, bei der Rassevorstellung der Kromis auf der Showbühne mitzuwirken. Auch dabei präsentierte sich Barky sehr souverän und ich machte sogar kleine Tricks mit ihm (Pfötchen geben etc.). Mit so einem tollen Tag habe ich bei der Anreise morgens früh gar nicht gerechnet. Müde und überglücklich fuhren wir anschließend nach Hause.

Echte Kerle – toll in Szene gesetzt

Am 26.06.2018 trafen Sandy, Iris und ich uns mit dem lieben Jörg Schwarzkopf. Jörg kann unheimlich gut mit seiner Kamera umgehen und wollte das schöne Wetter in den Feldern bei Schacht V nutzen und unsere Hunde mal so richtig professionell in Szene setzen.

Danke für die tollen Bilder, die wir offiziell nutzen dürfen, sie sprechen für sich selbst…

Barky:

Günni:

Scotty:

Barky wurde damit sogar Titelboy von der Wuff, der Zeitschrift vom Rassezuchtverein der Kromfohrländer:

Barkys zweiter Geburtstag

Am 04.06.2018 genoss Barky seinen zweiten Geburtstag mit einem neuen Spielzeug und einer aufgepoppten Schweinenase. Wir sind dankbar, Barky in unserer Familie zu haben und wollen ihn nicht mehr missen.

Herzlichen Glückwunsch auch an alle anderen B’s von der Ruhrhalbinsel und an Barkys Kumpel Günni, der am gleichen Tag geboren wurde.

Gem. Ausstellung Groß-Gerau

Am 27.05.2018 präsentierten wir Barky auf der Gem. Ausstellung in Groß-Gerau in der Zwischenklasse. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ausstellungen fand diese Ausstellung im Freien statt. Es waren insgesamt sehr viele Hunde angemeldet. Die Kromfohrländer waren als letzte Hunderasse an der Reihe. Das kostete sowohl uns als auch Barky recht viele Nerven, aber endlich war es soweit, kurz vor „Feierabend“ (es wurden während unserem Durchgang im Ring schon Tische und Sitzbänke abgeräumt und der Rasen um den Ring herum gemäht) ging es los.

Diesmal hatten wir eine Zuchtrichterin und trotz des langen Tages nahm sie sich noch die Zeit, Barky zu beurteilen. Bevor sie uns jedoch in den Ring rief, warteten wir fast 5 Minuten vor dem Ring auf ihr Zeichen. Zeit genug für Barky, seine Aufmerksamkeit von mir weg auf Hunde rechts und links von ihm zu lenken und einige davon auch mal anzubellen. Fast alle Hunde, die ihre Ausstellung bereits beendet hatten, packten ein und verließen das Gelände, diese allgemeine Unruhe übertrug sich total auf mich und Barky.

Auf dem Tisch merkte man Barky dann auch an, dass er nicht entspannt war, er zog seinen Rücken etwas hoch und hatte offensichtlich keine Lust mehr, lange und ruhig stehen zu bleiben. Um so überraschter war ich, dass Barky völlig gelassen mit mir durch den Ring lief, als der andere Rüde Kabou vom rauhen Stein sich aus seiner Box befreit hatte und quer durch unseren Ring schoss und erstmal von anderen Leuten wieder eingefangen werden musste, da sein Frauchen mit ihrer Hündin Cataleya vom langen Fuchsbau vor dem Ring bereit stand, weil sie nach uns an der Reihe war.

Was für ein Chaos, aber in dem Augenblick war ich mächtig stolz auf meinen Barky. Ich bin dann freiwillig noch eine Runde gelaufen, weil ich nicht den Eindruck hatte, dass die Zuchtrichterin sich richtig auf uns konzentriert hat und ich wollte doch wenigstens mit einer guten Bewertung nach Hause fahren.

Die erhielten wir dann auch, Barky gewann sogar gegen Kabou den Titel bester Rüde und musste dann nochmal gegen die beste Hündin antreten. Aufgrund seines vorher gezeigten Macho-Gehabes gewann dann die Hündin, Barky wurde BOS.

Richterbericht:

knapp 2 Jahre, ein kleiner Macho im Ring, dunkles Pigment, kräftige Laufknochen, hoch angesetzte Rute, im Stand könnte die Rückenlinie etwas besser sein, gute Bewegung, die Rutenhaltung könnte etwas besser sein.

V1, CAC-VDH, CAC-Klub, BOS
Zuchtrichter: Karin Voye

Wir haben zwar die Anwartschaft für den Champion bekommen, sowohl VDH als auch Klub, aber diese Ausstellung hat uns nicht wirklich gut gefallen. Durch den großen Zeitverzug aufgrund der zahlreichen Anmeldungen, gingen die Beurteilungen der Kromfohrländer in der allgemeinen Abreise- und Abbau-Unruhe unter und man merkte allen an, dass die Konzentration nicht mehr gegeben war.

Barkys Körung als Deckrüde beim RZV

Update: Barky bekam leider Anfang April 2020 die Diagnose Cystinurie und wurde mit sofortiger Wirkung für die Zucht gesperrt. Wir bitten deshalb von Deckanfragen abzusehen.

Ihr habt lange nichts von uns gehört, der Alltag zwischen Arbeit, Haushalt, Garten, Kinder- und Hundeerziehung forderte einfach viel Energie, so dass wir mit unseren Berichten über Barkys Leben inzwischen zwei Jahre in Verzug sind. Trotzdem möchte ich weiter chronologisch erzählen, was wir gemeinsam erlebt haben, auch wenn die Zuchttauglichkeitsprüfung inzwischen quasi hinfällig ist und Barky nie eine Hündin gedeckt hat.

Am 21.04.2018 war ein aufregender Tag für uns. Wir wollten Barky gerne als Deckrüde beim RZV kören lassen und damit die Zucht der Kromfohrländer unterstützen. Welche Untersuchungen im Voraus durchgeführt und welche Unterlagen mit der Anmeldung zur Körung eingereicht werden müssen, könnt ihr auf der Seite des RZVs nachlesen.

Früh morgens starteten wir nach Velbert, mit den Rüden sollte die Körung beginnen. Erstmal durfte Barky sich außerhalb des Geländes erleichtern und anschließend hieß es warten, bis wir dran sind. Das war nicht immer einfach, bei so vielen Rüden genügend Abstand zu halten, Barky wirkte meistens leicht angespannt, aber wir haben die Zeit gut überbrücken können und uns mit den anderen Hundehaltern, Barkys Züchterin und Kromi-Interessenten unterhalten.

Schließlich wurde Barky – ähnlich wie bei einer Ausstellung – begutachtet. Er wurde gewogen, gemessen und auf dem Tisch genau angeschaut (Augen, Ohren, Gebiss, Statur). Ganz tapfer ließ er die Untersuchungen über sich ergehen.

Anschließend wurde Barky in Bewegung sowie im Stand auf dem Boden beurteilt. Die Stimmung des Kör-Teams war toll, alle waren sehr freundlich und so konnten wir uns gut entspannen und Barky gut präsentieren.

Der nächste Teil der Körung gefiel Barky natürlich trotzdem noch viel besser. Für die Zuchtdatenbank wurden die Körbilder geknipst. Der Hund soll von beiden Seiten abgelichtet werden und es wird auch der Kopf fotografiert, möglichst so, dass man Augenfarbe gut erkennen kann. Hier zahlte sich aus, dass wir Barky so oft fotografieren, er hat richtig toll mitgearbeitet und so sind wundervolle Körbilder entstanden.

Anschließend musste Barky einen Wesenstest absolvieren. Ich war mir sicher, dass Barky in den Situationen wie enge Menschenmenge, durch eine Menschengasse gehen (jeweils mit und ohne Geräusche) und wenn jemand auf mich zuläuft und mich dann begrüßt oder anrempelt, gelassen bleibt. So war es auch, Barky hat sich als wesensfester Kromfohrländer gezeigt, der weder eingeschüchtert noch ängstlich, sondern offen und neugierig diese Situationen meistert. Einzig vor der Begegnung mit einem anderen Rüden hatte ich etwas Muffensausen, aber das ging alles recht schnell und wurde nicht unnötig lange hinausgezögert, so dass die Rüden sich nicht vorher schon gegenseitig fixiert haben. So hat Barky einmal gewufft, als wir auf gleicher Höhe waren, sich aber schnell wieder beruhigt. Damit war ich völlig zufrieden, wir hatten ja schon weitaus unentspanntere Hundebegegnungen erlebt.

Und dann war unser Part auch schon vorbei, entspannt warteten wir auf die Ergebnisse und beobachteten das Prozedere bei den Hündinnen. Barkys Bruder Baly, seine Schwester Binou und Barky selbst haben alle die Körung erfolgreich bestanden, so dass wir abends kaputt und müde, aber alle richtig zufrieden nach Hause gefahren sind.

Hier könnt ihr Barkys Beurteilung nachlesen – wir finden sie richtig klasse:

Abschrift des Körscheins Barky:
Rüde, Wurfdatum 04.06.16,  ZB-Nr.5534, Glatthaar ohne Bart, 44cm, 13,6 Kg,
Gesamtersch./Knochenbau: geschlechtstypisch 20. Lidpigment: schwarz
Bemuskelung: gut 21. Nasenpigment: schwarz
Körperproportionen: etwas länger als hoch 22. Ohrenansatz: Korrekt,hoch
Rückenlinie: fest und gerade 23. Ohrenhaltung: korrekt, rechts und links
Kruppe: leicht abfallend 24. Ohrengröße: mittelgroß
Brust: schmal und tief 25. Kopfzeichnung: korrekt, deut.Blesse
Vorderhand/Schulter: gerade und senkrecht 26. Haartextur: Glatthaar, weich, seidig
Hinterhand: gerade und senkrecht 27. Haarwuchs: gerade, schlicht
Mittelfuß: senkrecht stehend 28. Haarlänge Widerrist,Rücken: bis 7 cm(Standard)
Pfoten: geschlossen 29. Haarlänge insgesamt: seitlich kürzer als am Widerrist
Pfotenstellung: korrekt 30. Fahnen,Hosen,Befederung: deutlich vorhanden
Pfotenballen: glatt und weich 31. Haarkleid: mit Unterhaar
Kopf: geschlechtstypisch 32. Körperzeichnung: 30-60% weiß
Stop: gut angedeutet 33. Farbe der Abzeichen: mittelbraun
Fang: typisch 34. Forellenflecken: nein
Gebiss: Scherengebiss 35. Rutenhaltung in Bewegung: Sichelrute
Augenform: oval 36. Gangwerk: fließend
Augengröße mittel 37. Gang vorne: korrekt
Augenfarbe: mittelbraun 38. Gang hinten: korrekt
Ergebnis der Exterieurbeurteilung:    Entspricht dem Standard
Kurzbeschreibung: vorzüglich aufgebauter Rüde, mit korrekten Winkelungen, einwandfreies Wesen,
im Gangwerk frei mit guter Haltung
Ergebnis der Wesens-/Verhaltensprüfung: Messen 1
Zahnkontr. 1
Gasse ohne Geräusche 1
Gasse mit Geräusche 1
Kreis ohne Geräusche 1
Kreis mit Geräusche 1
Begegnung Personen 1
Begegnung Personen mit Hund 2
stehender Hundeführer Händeschütteln 1
Bewertung:   1 =

Bewertung:   2 =

Sicheres Verhalten sozial und gegenüber Umwelt
skeptisches Verhalten, nach kurzer Zeit Beruhigung
Zuchttauglich
Körleiter: Frau Haase Zuchtrichter: Herr Bertold Peterburs     Zuchtleiter: Herr Müting

Gemeinschafts-Ausstellung Oer-Erkenschwick

Nachdem Barky im Juli 2017 den Titel „Deutscher Jugend-Champion (VDH)“ erhalten hat, machten wir uns am 17.09.2017 auf den Weg zum Hotel Stimbergpark ins nahe gelegene Oer-Erkenschwick, in der Hoffnung, die erste Anwartschaft für den Deutschen Champion zu sammeln.

Den Ablauf auf den Ausstellungen waren wir inzwischen gewöhnt und die Örtlichkeiten kannten wir von den Besuchen bei den Vest-Kromi-Wanderungen von Bijou de Monte Salza, an denen wir schon öfter teilgenommen hatten.

Barky präsentierte sich in der Zwischenklasse sowohl beim Laufen als auch auf dem Tisch toll. Sein Bruder Baly startete in der Jugendklasse, so dass die Jungs sich im Ring aus dem Weg gehen konnten und alle entspannt geblieben sind.

  

Zwischen der Bewertung und dem Aushändigen des Richterberichts lenkten die  Hunde sich beim Spielen ab.

Binou und Barky

Richterbericht:

15 Monate, Glatthaarrüde, rassetypische Gesamterscheinung, Kopf 1:1, symmetrische Stirnblesse, hoch angesetzte Kippohren, dunkelbraune Augen, perfekt sitzendes Scherengebiss, mittellanger Hals, fester Rücken, ausreichende Brusttiefe und Vorbrust, korrekte Farbe und Abzeichen, fließend und frei in der Bewegung, Rute sichelförmig getragen, präsentiert sich freundlich und frei

V1, CAC-VDH, CAC-Klub
Zuchtrichter: Herr Wächter

Nach der Ausstellung nutzten wir noch die Gelegenheit, einige Familienfotos zu machen.

Barky, Binou (beide von der Ruhrhalbinsel), Delta vom glatten Kiesel (Tante) und Andra vom Leimtel (Oma)

  

Ein Fotograf bot ebenfalls Shootings an, was wir gerne genutzt haben:

Barky, Binou, Aiello (alle von der Ruhrhalbinsel), Delta vom glatten Kiesel und Andra vom Leimtel

Anschließend war noch genug Zeit für einen Spaziergang durch die Haard und ein bisschen Schnüffeln und Toben, um den Ausstellungs-Stress wieder abzubauen.

 

 

 

 

Barky ist Deutscher Jugend-Champion VDH

Am 13.07.2017 wurde Barky von der Ruhrhalbinsel vom VDH mit dem Titel Deutscher Jugend-Champion (VDH) ausgezeichnet.

Barky ist damit der erste Ruhrkromi, der diesen Titel erworben hat und wir sind mächtig stolz darauf, dass wir bisher auf den Ausstellungen so gut abgeschnitten haben.

  

16. Vest Kromi-Wanderung

Mitten in Barkys Pöbelphase nahmen wir am 8. Oktober 2017 an der 16. Vest Kromi-Wanderung teil. Ich finde es wichtig, auch in dieser Phase meinem Rüden zu zeigen, dass er sich in Gruppen vernünftig verhalten kann, dass ihm dort nichts passiert und mich durch sein Verhalten nicht vor Gruppenwanderungen abschrecken zu lassen.

Auf dem Parkplatz vorm Hotel Stimbergpark in der Haard begrüßten sich die Zwei- und Vierbeiner – teilweise unter lautem Getöse, teilweise freundlich und entspannt.

   

Ich hielt Barky bei der Begrüßung eher auf Abstand, damit er sich schneller beruhigt und gar nicht erst hochfährt.

Wir hatten Glück mit dem Wetter, pünktlich zum Beginn der Wanderung hörte es auf zu regnen und wir marschierten mit 19 Hunden und 46 Menschen – wie gewohnt in auffälliger großer Runde – los.

Barky lief oft an der Leine, ab und zu ließ ich ihn aber auch frei laufen – je nachdem, wo wir und die anderen Rüden sich in der Gruppe gerade befanden.

    

Oft gingen wir neben Barkys Halbbruder Aiello, der mit seiner ruhigen und besonnenen Art unserem Barky als gutes Vorbild dient und dessen Ruhe sich positiv auf Barkys Verhalten auswirkt.

     

Auch bei Barkys Halbschwester Asha hielten wir uns gerne auf, Barky mag Asha sehr gerne. Nur wenn er ihr zu sehr auf die Pelle rückt, dann schreiten wir ein.

Nach der gut 5 km langen Wanderung kehrten wir zu Kaffee und Kuchen im hundefreundlichen Hotel Stimbergpark ein und führten unsere fröhlichen und netten Gespräche fort.

Zufrieden fuhren wir am späten Nachmittag wieder nach Hause ins nahe gelegene Dortmund zurück.

 

Barkys Höhepunkt der Pubertät

Es ist still geworden um uns – das liegt nicht daran, dass ich keine Lust hatte, über Barkys Entwicklung zu berichten, sondern weil wir intensiv daran gearbeitet haben, die Leinen-Pöbelei unseres pubertierenden Rüden in den Griff zu bekommen.

Um den Zeitpunkt der Ausstellungen in Neunkirchen fing es an und kam ganz schleichend. Plötzlich bellte Barky an der Leine andere Hunde an. Bis ich es aktiv bemerkt habe, verging etwas Zeit, denn er tat das nicht bei jedem Hund und so schnell er jedesmal anfing zu bellen, so schnell hörte er auch wieder auf. Mir war nicht klar, dass jede Begegnung, die so verlief, meinem Barky zu einem Erfolg verhalf und diese „Leinen-Pöbelei“ damit immer weiter gefördert wurde.

Irgendwann wurde mir bewusst, irgendwas stimmt mit Barky nicht und ich fing an, mich bei unseren Spaziergängen immer unwohler zu fühlen. Sobald ich einen Hund am Horizont gesehen habe, wurde mir mulmig zumute, ich sah dann vermehrt auf meinen Hund und versuchte, ihn zu beruhigen, feuerte ihn mit meinem Wortschwall aber nur noch mehr an, so dass er bald immer mehr Hunde anbellte, die uns begegneten.

Genau dieses Verhalten war es, was mich anfangs so lange zögern ließ, einen Rüden zu nehmen. Ich habe höchsten Respekt vor allen Rüdenbesitzern, die sich durch diese Phase gekämpft haben und deren Rüden ruhig und ausgeglichen sind.

In dieser Phase wandte ich mich sowohl an meine Hundeschule Pfötchenuni als auch an Barkys Züchterin, Astrid Hildebrandt. Zum Glück stand ich mit dem Problem nicht alleine da und war gerne bereit, mir dabei Hilfe und Unterstützung zu holen, die ich auch bekam.

Natürlich war ich nicht komplett unvorbereitet und es war klar, dass diese Phase in Barkys Entwicklung irgendwann kommen musste, aus dem freundlichen und offenen Kromi-Baby wird ein erwachsener Rüde in vollem Saft. Trotzdem verzweifelte ich zwischendurch mit der Hormonbombe am anderen Ende der Leine.

Meine Hundeschule riet mir erst, Barky mit einem Kastrations-Chip zu versehen, damit sich sein Verhalten nicht generalisiert, weil es vorrangig gegen Rüden ging. So könnte er sich wieder besser darauf konzentrieren, sich so zu verhalten, wie er es gelernt habe bzw. sich auf das Lernen des richtigen Verhaltens konzentrieren.

Wir möchten Barky aber gerne zukünftig als Deckrüden einsetzen, sobald er erfolgreich gekört ist und alle Bedingungen erfüllt, deshalb stand der Chip für uns nicht zur Debatte. Wir wählten den anstrengenderen Weg, alleine Erziehung, Konsequenz und Ausdauer sollten uns zum gewünschten Ergebnis bringen – ein Weg, der sicher nicht der leichteste ist, aber wir waren motiviert, ihn zu gehen.

Anfangs probierte ich einige Lösungswege aus, bin anderen Hunden ausgewichen, indem ich Bögen gelaufen bin, habe Barky teilweise erfolgreich an anderen Hunden vorbei gespielt (mit einem Spieli in der Hand) und ihn mit Leckerchen bestochen. Auf die Leckerchen hat er meistens gar nicht reagiert, für einige Bögen waren die Straßen zu eng und ich war immer noch sehr unzufrieden und frustriert mit der Situation. Ich hatte das Gefühl, er nimmt nicht ernst, wenn ich ihn dann anmotze und kam damit auch nicht zum gewünschten Erfolg.

Dann bot die Pfötchenuni einen Intensivkurs Hundebegegnungen an und der kam für uns wie gerufen. Genau unser Thema sollte in 8 Trainingseinheiten bearbeitet werden. Zwischen den Einheiten hatten wir immer eine Woche Zeit, die geübten Dinge im Alltag auszuprobieren.

Nun wurde mir klar, Barky pöbelt, weil er die Distanz zum anderen Hund erhöhen möchte, weil er sich angegriffen oder einfach unwohl fühlt. Und jedesmal, wenn er bellt und der andere Hund vorbei geht, dann hat er damit Erfolg, er hat den anderen ja vertrieben. Außerdem hat Barky Frust an der Leine, weil er durch unsere Gruppenspaziergänge im Freilauf gelernt hat, wenn er auf andere Hunde trifft, dann darf er toben und ohne Leine machen, was er will, schnuppern, wo er will und solange er will, markieren wo er will – diese Liste könnte man unendlich fortsetzen. Ich habe seine Pöbelei also zum Teil selbst verschuldet.

So simpel die Erklärung zu seinem Verhalten ist, so schwierig ist es doch, davon wieder wegzukommen. Nun erarbeiteten wir verschiedene Bausteine, die mir helfen, mich bei Begegnungen richtig zu verhalten.

1. Rettungsschwimmer mit Leine ausstreichen

Der allererste Baustein des Kurses, der war total wichtig für mich, auch wenn das optisch der unspektakulärste Baustein war. Bemerkt man erste Unruhe oder Angespanntheit beim Hund, streicht man mit den Händen über die Leine vom Hund zu einem selbst und wendet den eigenen Körper dabei in die andere Richtung. Der Hund erhält dadurch leichte Impulse, ohne Druck zu empfinden (der Gegendruck beim Hund erzeugen würde) und wendet sich dem Menschen irgendwann zu. Das wird durch Clicker, Leckerchen oder Stimme bestätigt und man dreht in die entgegengesetzte Richtung ab, so dass der Hund die Distanz zum „Gegner“ wieder erhöhen kann und sich sichtlich beruhigt.

Die Sichtweise, sich in einen Rettungsschwimmer zu versetzen, der dem Hund das Leben rettet, klang erst etwas abwegig, aber es hat total geholfen, das Verhalten des Hundes zu verstehen. Noch mehr war für mich persönlich daran wichtig, dass es mir den Frust auf Barky genommen hat. Bis dahin war ich sehr oft sehr sauer auf ihn und sehr genervt von ihm, von einem glücklichen Mensch-Hunde-Team konnte ich zum diesem Zeitpunkt nicht wirklich sprechen.

Diese negativen Gefühle meinem Hund gegenüber wurden in ein positives „ich will ihm helfen“-Gefühl umgewandelt. Der „Gegner mit dem hoch erhobenen Beil“ (aus Sicht meines Hundes) und mein armer Hund, der nicht schwimmen kann, der tief im Wasser steht – das hat mich erstmal aus meiner negativen und genervten Gedankenspirale geholt und ich habe gelernt, dass ich besser für Barky sorgen muss, mich viel viel frühzeitiger um ihn kümmern muss, ich war anfangs immer viel zu spät, obwohl ich seine Körpersprache schon lesen konnte.

Inzwischen reagiert Barky schon gut auf das Ausstreichen der Leine, wenn ich dieses Hilfsmittel frühzeitig einsetze. Und ich achte schon viel besser auf ihn und verurteile ihn nicht mehr für die Pöbelei.

2. Kreise drehen

Der zweite Baustein, bei Fuß einen Innenkreis laufen, der hat uns beiden schon sehr viel geholfen, um Barkys Erregung herunterzufahren. Zwischendurch setze ich das bei unseren Spaziergängen auch immer wieder ein, mal, wenn uns ein Hund entgegenkommt, mal, wenn Barky zu Beginn des Spaziergangs sehr aufgekratzt ist und vermehrt an der Leine zieht.

Überhaupt habe ich gelernt, dass ich ihn kaum noch an langer Leine vor mir herlaufen lasse. Ich habe es vorher falsch gehandhabt, dass man die Leine lockerlassen soll, damit man keinen Druck auf den Hund ausübt und sich dessen Druck damit verstärkt. Für mich hieß es, ich lasse die Leine lang. Dass ich dann überhaupt keine Kontrolle über den Hund habe und er „vorne“ von mir im Stich gelassen wurde, das habe ich erst überhaupt nicht wahrgenommen.

Inzwischen merkte ich bei unseren alltäglichen Spaziergängen, dass Barky tatsächlich viel „ohne Führung“ unterwegs war, was natürlich verstärkt, dass er Dinge selbst regeln möchte. Nun lasse ich ihn sehr häufig bei Fuß laufen, bleibe stehen, wenn er zieht, damit ich ihn wieder unter Kontrolle habe und laufe viel mehr an der Leine mit ihm, als dass er Freilauf von mir bekommt. Natürlich darf er auch mal frei schnüffeln, aber es ist Routine geworden, dass er meistens neben mir laufen muss. Von selbst tut er es noch nicht, ich muss das schon immer wieder einfordern, aber das hilft uns in jeder Situation schon gut weiter.

3. Aus der Haustür bzw. aus dem Auto raus

Barky war nie ein Hund, der im Haus herumgesprungen ist, wenn er gemerkt hat, dass wir rausgehen, deshalb dachte ich immer, dass wir hier schon alles richtiggemacht hätten. Auch hier hat sich unsere Routine verändert und wir haben damit sehr viel mehr Ruhe in ihn hineinbekommen.

Er muss absitzen, bevor ich die Tür öffne, darf erst auf mein Kommando hinter mir das Haus verlassen, muss wieder absitzen bis ich die Tür geschlossen (und ggfs. auch abgeschlossen) habe. Und dann darf er auch nicht an der Leine zerren und losrennen, sondern wir gehen gesittet bei Fuß oder wenigstens neben mir bis zum „Löseplatz“. Zwar grummelt und jammert Barky manchmal etwas (Kromis können lautstark „reden“, wenn ihnen was nicht passt) weil er es nicht abwarten kann und aufgeregt ist, aber ich bleibe trotzdem ruhig und fordere von ihm auch das ruhige Verhalten ein. Wenn er doch vorprescht, bleibe ich stehen und dann kommt er wieder in Fußposition (inzwischen von selbst).

Das Aussteigen aus dem Auto läuft auch schon viel ruhiger ab, seitdem wir die erlernten Tipps durchziehen. Wenn er jault oder bellt, geht die Kofferraumklappe wieder zu, wenn er versucht aus der Box zu kommen, geht die Boxentür wieder zu, nach dem Aussteigen muss er absitzen, damit ich in Ruhe die Box und den Kofferraum schließen kann.

Meistens nutzen wir nach dem Autofahren die Kombination aus dem ruhigen Aussteigen und anschließendem Kreise drehen, damit Barky wieder runterfährt.

4. Abblocken

Der für mich immer noch schwierigste Baustein des Kurses ist das Abblocken meines eigenen Hundes. Als Alternativverhalten lasse ich ihn absitzen und unterbinde seinen Blickkontakt zum anderen Hund (damit Barky den anderen nicht fixiert).

Die Herausforderung für mich besteht darin, Barky dabei nicht selbst zu bedrohen, indem ich mich zu stark vor ihm aufbaue, sonst zeigt er auch mir gegenüber Meideverhalten. Auf der anderen Seite soll er mich nicht ignorieren und sich nicht an mir vorbeidrängen, um den anderen Hund anzubellen. Ich soll ihn dann körperlich abblocken, aber dennoch ruhig dabei stehen bleiben und ihn nicht an der Leine „herumschleudern“. Diesen Punkt muss ich noch weiter üben, weil ich darin noch nicht gut bin und Barky sich dennoch an mir vorbeidrängt.

Mit meinem „Lass es“ feuere ich ihn scheinbar immer nur mehr an, er hört nicht auf, gegen den anderen Hund zu bellen, wenn ich es einsetze. Bei diesem Baustein bin ich selbst noch unsicher und etwas nervös und beim Spaziergang gehe ich lieber zügig am anderen Hund vorbei, als Barky absitzen zu lassen, weil ich selbst denke, dass wir das nicht „können“. Hier brauch ich nochmal Tipps und Unterstützung, damit da bei mir mehr Routine reinkommt.

5. Von hinten überholen (lassen)

Das hat bei einigen Hunden gut geklappt, bei anderen wieder überhaupt nicht gut. Der entscheidende Punkt dabei ist wieder das „Abblocken“ meines Hundes.

Einen anderen Hund zu überholen klappt ganz gut – Barky kann bei Fuß gehen, ich halte die Leine so kurz, dass er nicht „ausbrechen“ kann, gehe einen kleinen Bogen vom anderen Hund weg und dadurch, dass der andere Hund im besten Fall nach vorne schaut, haben die beiden keinen Blickkontakt.

6. Geschirrgriff

Den Griff in Barkys Geschirr konditionieren wir gerade und besprechen wir noch. Ich greife und bestätige das sofort mit einem super Leckerchen. Damit lernt Barky, wenn ich ins Geschirr greife, gibt’s was Tolles, also schaut er mich an. Sobald Barky sich mir zuwendet, habe ich den Blickkontakt zum anderen Hund unterbrochen und drehe dann um, kann einen Bogen, Innenkreis oder was auch immer laufen oder sonstwie weiter agieren, Hauptsache, ich habe erstmal wieder die Aufmerksamkeit meines Hundes und habe ihn aus dem Pöbeln herausgeholt.

7. „Begegnung aushalten“

Dieser Baustein ist anfangs schwer auszuhalten gewesen. Bei Begegnungen bleiben beide Halter mit ihren Hunden stehen, bis sie sich selbst beruhigen. Wir greifen nicht ein, sondern halten das Pöbeln aus und gehen erst weiter, wenn beide Hunde wieder komplett ruhig sind.

Die Hunde lernen dabei, dass ihr Gebell keinen Erfolg zeigt, sie können den anderen Hund damit nicht vertreiben. Und sie lernen, sich selbst zu beruhigen, sie werden nicht ständig von uns „gemanagt“, sondern lernen, dass es sich lohnt, entspannt zu bleiben, weil gar nichts passiert. So schwer es war, das auszuhalten, so leicht stellt sich damit doch auch Erfolg ein, ich war beim letzten Training so begeistert und erfreut, dass selbst die Aggression nur noch sehr spärlich vorhanden war.

Im Alltag lässt sich dieser Baustein aber leider kaum umsetzen, welcher Hundebesitzer, der einem entgegenkommt, bleibt schon freiwillig stehen, damit sein Hund von meinem angebellt werden kann (aus Sicht des anderen Hundehalters).

Bei einem Spaziergang habe ich es aber gewagt:
Uns kam Coco entgegen, ein Scottish Deerhound, dem Barky zwar schon von Welpe an immer wieder mal begegnet ist, zu dem wir aber sonst keinen Kontakt haben.
Barky fing an zu bellen und ich bekam ihn nicht unter Kontrolle. Da ich wusste, dass Cocos Frauchen ebenfalls bereits mit unserer Hundetrainerin gearbeitet hatte, erzählte ich ihr kurz, dass wir im Training sind und bat sie, kurz mit Coco stehen zu bleiben, damit Barky mit seinem Gebell keinen Erfolg hat.
Die Dame war so nett und blieb tatsächlich stehen. Barky hörte dann schnell auf zu bellen und ich bekam ihn unter Kontrolle, er saß dann ruhig vor mir und schaute mich an.
Cocos Frauchen freute sich ebenfalls sehr für mich mit und ging dann entspannt weiter. Ich bin ihr sehr dankbar für diese Hilfe und war auch stolz auf mich, dass ich mich getraut habe, sie um diesen Gefallen zu bitten und wir damit auch Erfolg hatten.

Mir und Barky hat der Intensivkurs Hundebegegnungen sehr viel gebracht, weil ich nun diverse Hilfsmittel habe, die ich nutzen kann und mich nicht mehr hilflos und der Situation ausgeliefert fühle. Seitdem arbeiten wir auf den Spaziergängen viel mehr miteinander und ich selbst bin schon viel ruhiger und besonnener in meinem Verhalten geworden, was sich auch auf Barky überträgt.

Im Basis-Training macht er augenblicklich Riesen-Fortschritte und entspannt immer mehr. Trotzdem gibt es immer noch die Momente, die man lieber nicht so erleben möchte, er drängt sich immer noch ab und an an mir vorbei und pöbelt gegen einen anderen Hund und manch andere Hundehalter reagieren dann wirklich blöd.

Es ist also schon viel besser geworden, aber das Thema ist nicht abgeschlossen – wird es vermutlich mit einem Rüden an der Leine auch nie vollständig sein. Ich empfinde es aber nicht mehr als schlimm, ich habe gelernt, meinem Hund wieder zu vertrauen, zu wissen, dass er nicht wirklich aggressiv ist und auch die schönen Momente wieder zu genießen.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich mit der Körpersprache und dem Verhalten des Hundes intensiv auseinanderzusetzen. Springt über euren Schatten, holt euch kompetente Leute an eure Seite zur Unterstützung und arbeitet mit eurem Hund, in den Momenten, in denen es dann klappt, gibt euch das soviel zurück – davon zehrt man lange.

Ich bedanke mich riesig bei den beiden Astrids in unserem Barky-Leben, der Züchterin und der Hundetrainerin – ohne euch hätten wir das niemals hinbekommen.