Barky, Günni und Tyson am Kanal

Am 14.08.2018 starteten wir den Tag mit einem Spaziergang bei herrlichem Sonnenschein bei uns im Feld. Barky genießt dort täglich das Schnüffeln am Feldrand und den Freilauf.

Ich liebe meinen fröhlichen Sonnenschein.

Nachmittags verabredeten wir uns mit Kumpel Günni und dem Senioren Tyson am Kanal. Dort konnten die Hunde sich etwas abkühlen. Labrador Tyson sollte mit gutem Beispiel voran ins Wasser hüpfen und Barky und Günni dazu animieren, es ihm gleich zu tun.

So eine richtige Wasserratte ist Barky allerdings definitiv nicht, aber immerhin stapfte mein neugieriger Kromi-Bursche mit den Pfoten durchs kühle Nass.

Selbst die vorbeischwimmenden Enten lockten ihn nicht ins Wasser.

Barky fand es an Land dann doch sicherer.

So neigte sich ein wunderschöner „Hunde-Tag“ am Kanal dem Ende. Ruhrpott-Romantik pur.

Einige Tage später überraschte mich meine Freundin dann mit diesem wunderschönen selbst gezeichneten Bild von Barky. Ich werde es immer in Ehren halten!

Texel-Urlaub – Sommer 2018

Seitdem Barky unser Leben bereichert, haben wir oft den Tipp bekommen, auf Texel Urlaub zu machen, da die Insel wunderschön und vor allem für den Urlaub mit Hund hervorragend geeignet sein soll. Also ging es auch im Sommer 2018 nach Texel.

Wir genießen die Urlaube auf Texel sehr. Diese beruhigende Weite tut uns allen gut, die Niederländer sind herrlich entspannt und es ist einfach toll, dass Barky uns fast überall hin begleiten und an sehr vielen Abschnitten am Strand auch frei laufen darf.

Inzwischen können wir Barky mit Spielzeug auch ins Wasser locken.

Barky genießt die Weite auf Texel genauso wie wir – das ist ein Paradies für Mensch und Hund.

Besuch beim Eisbauernhof Labora:

Der Eisbauernhof Labora ist ein Pflichtbesuch für alle, die gerne leckeres Eis mögen. Schon der Hinweg ist schön zu laufen und führt über eine kleine Brücke auf einen Fußweg neben der Straße her.

Während wir bei Labora in der Schlange anstanden, machten es sich Jana und Barky auf einer Kuh-Sitzbank gemütlich.

Anschließend machten wir uns auf die Suche nach einer der drei Handfähren. Auf dem Weg gab es eine sehr liebevoll eingerichtete Kaffeestation.

Endlich an der Handfähre angekommen, haben wir übergesetzt. Das war eine wackelige und lustige Aktion.

Leider mussten wir auf der anderen Seite feststellen, dass Hunde auf dem Deich verboten sind (selbst angeleint). Auf der Insel gibt es so viele andere Möglichkeiten mit Hund, wir wollten uns nicht über das Verbot hinwegsetzen. Wir möchten nicht, dass auf Dauer auch andere Dinge für Hunde eingeschränkt werden, nur weil sich einige Leute nicht an die Regeln halten. Also haben wir wieder umgedreht und sind zurück gewandert.

Barky auf der Suche nach Hochlandrindern und Wildpferden:

Diesmal stand eine Wanderung in der Bollekammer auf dem Programm. Dort gibt es zwei Wanderwege, auf denen man freilaufenden Wildpferden und Hochlandrindern begegnen kann. Man soll dabei immer einen Abstand von mindestens 25 Metern zu den Tieren einhalten. Hunde dürfen in diesem Gebiet nur angeleint laufen. Barky rennt zwar als typischer Kromfohrländer nicht weit von uns weg, aber wir haben diese Regel dann trotzdem lieber eingehalten. Beim nächsten Besuch dort würden wir eine Schleppleine nutzen, damit Barky sich in einem etwas höheren Radius bewegen darf.

Bei brütender Hitze spazierten wir den Wanderweg durch die Dünenlandschaft und tatsächlich entdeckten wir die Wildpferde auf einem Hügel. Leider waren sie etwas weiter weg, aber wir freuten uns trotzdem wie Schneekönige, denn in der hügeligen Landschaft der Bollekammer gibt es eben auch sehr gute Versteckmöglichkeiten und eine Sichtung ist nicht garantiert.

Hochmotiviert widmeten wir uns dem zweiten Teil des Wanderwegs. Wir wollten doch so gerne auch die Hochlandrinder erspähen. Das Genörgel der Kinder beantworteten wir mit Sätzen wie „Hinter dem nächsten Hügel sehen wir sie bestimmt“ oder „Gleich haben wir den Rundweg geschafft, dann könnt ihr euch ausruhen“. Doch da hatten wir die Rechnung ohne die Highland-Cattles gemacht.

Ca. 500 Meter vor Abschluss der Wanderung schnitten sie uns den Weg ab. Sie lagen mitten auf unserem Wanderweg. Links gab es dorniges Gestrüpp und ein Wasserloch, in dem sich weitere Rinder abkühlten, rechts war alles voller Schilf und eben auch nasser Boden. Allen Warnungen meines Mannes und der Kinder zum Trotz fasste ich den Entschluss, dass es doch sicher möglich wäre, die Herde zu durchqueren. Ich näherte ich mich mehr oder weniger mutig (oder dumm?)  mit Barky auf den Arm vorsichtig den Hochlandrindern in der Hoffnung, irgendwie daran vorbei zu kommen. Es gibt ja immer wieder Berichte davon, wie friedlich diese Tiere sind und dass sie die Menschen auf ihren Wanderwegen bereits gewöhnt sind.

Leider hatte ich die Rechnung ohne die Muttertiere gemacht, sie hatten nämlich Kälber dabei. Die waren zwar schon recht groß, aber als ich relativ nah dran war, stellte sich ein Muttertier vor ihr Kalb und drängte es auf die andere Seite des Weges. Ich sah darin meine Möglichkeit, den Abtand seitlich zu erhöhen und näherte mich weiter. Daraufhin senkte das Muttertier den Kopf und starrte mich an.

Mein Herz pochte in meiner Brust, zum Glück blieb Barky auf meinem Arm ruhig. Nach diesen zwei vergeblichen Versuchen, an den Rindern vorbei zu kommen, drehte ich mich um und ging langsam zu meiner Familie zurück – immer mit der Angst im Nacken, dass das Rind mir folgt. Das hat es zum Glück nicht gemacht und so waren wir uns sofort einig und traten den Rückzug an. Das bedeutete knapp 2 Kilometer „Umweg“, aber der war uns das wert…

Familientreffen am Strand:

Barkys große Halbschwester Ameli fährt ebenfalls regelmäßig nach Texel und so haben wir uns schon im Vorfeld abgesprochen und uns für den letzten Abend unseres Urlaubs am Strand beim Leuchtturm im Norden der Insel verabredet. An dieser Stelle ist der Strand besonders breit und die Hunde können hervorragend rennen. Schwimmen ist aufgrund der Strömung zwar verboten, aber ins Wasser wollten wir sie abends auch nicht mehr schicken.

Manchmal weht am Strand eine steife Brise.

Bei einem tollen Sonnenuntergang verabschiedeten wir uns anschließend vom Meer – aber nur mit der Gewissheit zurückzukommen. Wir sind definitiv mit dem Texel-Virus infiziert.

Barky wird longiert

Longieren – damit habe ich immer im Kreis laufende Pferde an der Longe verknüpft. Das geht auch mit Hunden? Aber wofür soll das gut sein? Diese Fragen stellte ich mir, als ich das erste Mal in unserer Hundeschule Pfötchenuni vom Longieren der Hunde gehört habe.

Tatsächlich funktioniert das Longieren der Hunde etwas anders als das der Pferde:

Der Mensch steht im Zentrum des Longierkreises und steuert den Hund sowohl durch Stimme als auch durch Körpersprache. Der Hund befindet sich außerhalb des Kreises, muss diese Distanz aufrechterhalten und nonstop auf seinen Menschen achten. Durch die hohe Konzentration, die der Hund leisten muss, eignet sich das Longieren hervorragend für Hunde, die u. a. Unsicherheiten im Umgang mit Artgenossen zeigen oder ein hohes Erregungslevel aufweisen. Also perfekt für meinen kleinen unruhigen Barky.

Anfangs habe ich Barky an der Leine am Rand des Kreises entlang geführt, ich innen, er außen. Erstmal musste er ja verstehen, was ich überhaupt von ihm möchte. Schnell hat er kapiert, dass er angeraunzt wird, wenn er in den Kreis hinein läuft und dass er tolle Bestätigung bekommt, wenn er sich friedlich außen am Kreis entlang bewegt. Hatte ich schon erwähnt, dass Kromfohrländer schnell lernen??? Das Longieren fördert die Bindung zwischen Hund und Mensch ungemein, das war einer DER Gründe, warum ich mich für Barky dazu entschieden habe, das mal auszuprobieren.

Wenn der Hund das Grundprinzip kapiert hat und befolgt, dann können zusätzliche „Bausteine“ eingebaut werden:
– Richtungswechsel
– Tempowechsel
– Hürden
– Tonnen, um die herumgelaufen werden muss
– eine offene Stelle am Kreis (z.B. mit Slalomhütchen)
– ein zweiter Kreis, wobei dann von einem in den anderen gewechselt wird
– ein zweiter Hund am gleichen Kreis

Diese zusätzlichen Dinge werden nach und nach trainiert und damit ist Barky richtig schön ausgelastet – ich übrigens auch, denn jeder Baustein wird ja auch wieder mit einem neuen Kommando aufgebaut, wobei ich mir dann sowohl Kommando als auch Körperbewegung merken muss.

Damit wir auch zuhause üben können, habe ich mal einen Longierkreis in unserem Garten aufgebaut, wie man sieht geht das auch mit sehr einfachen Mitteln:

In diesem Video läuft Barky konzentriert am Kreis entlang, während Nachbars Schäferhund am Zaun kläfft. Genau diese Gelassenheit ist es, die ich fördern möchte. Barky soll andere kläffende Hunde ignorieren und ruhig „seine Arbeit“ erledigen und seine Aufmerksamkeit auf mich richten. Wie ihr seht, funktioniert das inzwischen sehr gut.

Das Longieren hat uns in Hinsicht auf Barkys Pöbelei anderen Hunden gegenüber ein gutes Stück weitergeholfen. Es hat seine Bindung zu mir gestärkt, er hat gelernt, sich auch unter Ablenkung auf mich zu konzentrieren und manchmal merkt man wirklich, wie gut es ihn auslastet, denn nach dem Longieren zeigt Barky sich immer sehr entspannt und zufrieden. Also los, probiert es mit euren Hunden auch mal aus, es ist nicht so kompliziert und sicher findet ihr in eurer Umgebung auch einen Trainer, bei dem ihr die Grundlagen erlernen könnt.

Annual Trophy Show 2018 Hannover

Am 01.07.2018 machte ich mich sehr früh morgens gemeinsam mit Nina auf den Weg zur Annual Trophy Show in den Messehallen von Hannover. Diesmal waren wir für so eine große Ausstellung richtig gut vorbereitet, wir hatten genügend Verpflegung (natürlich auch Wasser und Leckerchen für Barky), gemütliche Klappstühle und eine Kuscheldecke für Barky mit.

Wir kamen ohne Stau und dank der sehr guten Beschilderung pünktlich in Hannover an. Ich war gespannt, wie Barky auf die vielen anderen Hunde reagieren würde, so eine große Ausstellung hatten wir schon sehr lange nicht mehr besucht.

Ich glaube, er war so beeindruckt von der Masse an Hunden, dass er sich dann doch lieber auf mich verließ und keine Hundebegegnungen selbst regeln wollte. Barky zeigte sich recht ruhig und angenehm im Verhalten, wieder einmal war ich sehr stolz auf ihn und zuversichtlich, dass sich die weite Anreise zum Sammeln der Anwartschaften für den Champion-Titel lohnen würde.

Barky war in der Offenen Klasse gemeldet und wir hatten Glück, er präsentierte sich souverän und freundlich. Nach unserer erfolgreichen ersten Runde lief er gegen seinen Onkel Caius vom glatten Kiesel um den Titel Bester Rüde. Caius lebt in Dänemark und startet schon in der Champion-Klasse, er ist so gut auf die Ausstellungen traininert, dass er erwartungsgemäß den Durchgang gewann.

Richterbericht:

Über 2 Jahre alter Rüde von sehr guter Größe, Kopf mit passenden Ohren, Augen und Pigment. Sehr gute Halslänge, Körper in sportlicher Substanz, gerade Front, hinten kräftig bemuskelt und sehr gut gewinkelt. Rute hoch angesetzt. Passendes Haar und Farbe, freundliches Wesen, in der Bewegung hinten etwas eng.

Barky von der Ruhrhalbinsel
Offene Klasse
Bewertung: Vorzüglich 1, Reserve CACIB
CAC-VDH, CAC-Klub

Zuchtrichter: Peter Machetanz
Zuchtrichteranwärterin: Marion Eggeringhaus
Sonderleiterin: Sabine Lange

Nach der Aushändigung des Richterberichts bummelten wir mit einem entspannten Barky sogar freiwillig noch durch die Messehalle und schauten am Info-Stand des Rassezuchtvereins der Kromfohrländer vorbei.

Ganz spontan stimmten wir zu, bei der Rassevorstellung der Kromis auf der Showbühne mitzuwirken. Auch dabei präsentierte sich Barky sehr souverän und ich machte sogar kleine Tricks mit ihm (Pfötchen geben etc.). Mit so einem tollen Tag habe ich bei der Anreise morgens früh gar nicht gerechnet. Müde und überglücklich fuhren wir anschließend nach Hause.

Echte Kerle – toll in Szene gesetzt

Am 26.06.2018 trafen Sandy, Iris und ich uns mit dem lieben Jörg Schwarzkopf. Jörg kann unheimlich gut mit seiner Kamera umgehen und wollte das schöne Wetter in den Feldern bei Schacht V nutzen und unsere Hunde mal so richtig professionell in Szene setzen.

Danke für die tollen Bilder, die wir offiziell nutzen dürfen, sie sprechen für sich selbst…

Barky:

Günni:

Scotty:

Barky wurde damit sogar Titelboy von der Wuff, der Zeitschrift vom Rassezuchtverein der Kromfohrländer:

Barkys zweiter Geburtstag

Am 04.06.2018 genoss Barky seinen zweiten Geburtstag mit einem neuen Spielzeug und einer aufgepoppten Schweinenase. Wir sind dankbar, Barky in unserer Familie zu haben und wollen ihn nicht mehr missen.

Herzlichen Glückwunsch auch an alle anderen B’s von der Ruhrhalbinsel und an Barkys Kumpel Günni, der am gleichen Tag geboren wurde.

Gem. Ausstellung Groß-Gerau

Am 27.05.2018 präsentierten wir Barky auf der Gem. Ausstellung in Groß-Gerau in der Zwischenklasse. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ausstellungen fand diese Ausstellung im Freien statt. Es waren insgesamt sehr viele Hunde angemeldet. Die Kromfohrländer waren als letzte Hunderasse an der Reihe. Das kostete sowohl uns als auch Barky recht viele Nerven, aber endlich war es soweit, kurz vor „Feierabend“ (es wurden während unserem Durchgang im Ring schon Tische und Sitzbänke abgeräumt und der Rasen um den Ring herum gemäht) ging es los.

Diesmal hatten wir eine Zuchtrichterin und trotz des langen Tages nahm sie sich noch die Zeit, Barky zu beurteilen. Bevor sie uns jedoch in den Ring rief, warteten wir fast 5 Minuten vor dem Ring auf ihr Zeichen. Zeit genug für Barky, seine Aufmerksamkeit von mir weg auf Hunde rechts und links von ihm zu lenken und einige davon auch mal anzubellen. Fast alle Hunde, die ihre Ausstellung bereits beendet hatten, packten ein und verließen das Gelände, diese allgemeine Unruhe übertrug sich total auf mich und Barky.

Auf dem Tisch merkte man Barky dann auch an, dass er nicht entspannt war, er zog seinen Rücken etwas hoch und hatte offensichtlich keine Lust mehr, lange und ruhig stehen zu bleiben. Um so überraschter war ich, dass Barky völlig gelassen mit mir durch den Ring lief, als der andere Rüde Kabou vom rauhen Stein sich aus seiner Box befreit hatte und quer durch unseren Ring schoss und erstmal von anderen Leuten wieder eingefangen werden musste, da sein Frauchen mit ihrer Hündin Cataleya vom langen Fuchsbau vor dem Ring bereit stand, weil sie nach uns an der Reihe war.

Was für ein Chaos, aber in dem Augenblick war ich mächtig stolz auf meinen Barky. Ich bin dann freiwillig noch eine Runde gelaufen, weil ich nicht den Eindruck hatte, dass die Zuchtrichterin sich richtig auf uns konzentriert hat und ich wollte doch wenigstens mit einer guten Bewertung nach Hause fahren.

Die erhielten wir dann auch, Barky gewann sogar gegen Kabou den Titel bester Rüde und musste dann nochmal gegen die beste Hündin antreten. Aufgrund seines vorher gezeigten Macho-Gehabes gewann dann die Hündin, Barky wurde BOS.

Richterbericht:

knapp 2 Jahre, ein kleiner Macho im Ring, dunkles Pigment, kräftige Laufknochen, hoch angesetzte Rute, im Stand könnte die Rückenlinie etwas besser sein, gute Bewegung, die Rutenhaltung könnte etwas besser sein.

V1, CAC-VDH, CAC-Klub, BOS
Zuchtrichter: Karin Voye

Wir haben zwar die Anwartschaft für den Champion bekommen, sowohl VDH als auch Klub, aber diese Ausstellung hat uns nicht wirklich gut gefallen. Durch den großen Zeitverzug aufgrund der zahlreichen Anmeldungen, gingen die Beurteilungen der Kromfohrländer in der allgemeinen Abreise- und Abbau-Unruhe unter und man merkte allen an, dass die Konzentration nicht mehr gegeben war.

Barkys Körung als Deckrüde beim RZV

Update: Barky bekam leider Anfang April 2020 die Diagnose Cystinurie und wurde mit sofortiger Wirkung für die Zucht gesperrt. Wir bitten deshalb von Deckanfragen abzusehen.

Ihr habt lange nichts von uns gehört, der Alltag zwischen Arbeit, Haushalt, Garten, Kinder- und Hundeerziehung forderte einfach viel Energie, so dass wir mit unseren Berichten über Barkys Leben inzwischen zwei Jahre in Verzug sind. Trotzdem möchte ich weiter chronologisch erzählen, was wir gemeinsam erlebt haben, auch wenn die Zuchttauglichkeitsprüfung inzwischen quasi hinfällig ist und Barky nie eine Hündin gedeckt hat.

Am 21.04.2018 war ein aufregender Tag für uns. Wir wollten Barky gerne als Deckrüde beim RZV kören lassen und damit die Zucht der Kromfohrländer unterstützen. Welche Untersuchungen im Voraus durchgeführt und welche Unterlagen mit der Anmeldung zur Körung eingereicht werden müssen, könnt ihr auf der Seite des RZVs nachlesen.

Früh morgens starteten wir nach Velbert, mit den Rüden sollte die Körung beginnen. Erstmal durfte Barky sich außerhalb des Geländes erleichtern und anschließend hieß es warten, bis wir dran sind. Das war nicht immer einfach, bei so vielen Rüden genügend Abstand zu halten, Barky wirkte meistens leicht angespannt, aber wir haben die Zeit gut überbrücken können und uns mit den anderen Hundehaltern, Barkys Züchterin und Kromi-Interessenten unterhalten.

Schließlich wurde Barky – ähnlich wie bei einer Ausstellung – begutachtet. Er wurde gewogen, gemessen und auf dem Tisch genau angeschaut (Augen, Ohren, Gebiss, Statur). Ganz tapfer ließ er die Untersuchungen über sich ergehen.

Anschließend wurde Barky in Bewegung sowie im Stand auf dem Boden beurteilt. Die Stimmung des Kör-Teams war toll, alle waren sehr freundlich und so konnten wir uns gut entspannen und Barky gut präsentieren.

Der nächste Teil der Körung gefiel Barky natürlich trotzdem noch viel besser. Für die Zuchtdatenbank wurden die Körbilder geknipst. Der Hund soll von beiden Seiten abgelichtet werden und es wird auch der Kopf fotografiert, möglichst so, dass man Augenfarbe gut erkennen kann. Hier zahlte sich aus, dass wir Barky so oft fotografieren, er hat richtig toll mitgearbeitet und so sind wundervolle Körbilder entstanden.

Anschließend musste Barky einen Wesenstest absolvieren. Ich war mir sicher, dass Barky in den Situationen wie enge Menschenmenge, durch eine Menschengasse gehen (jeweils mit und ohne Geräusche) und wenn jemand auf mich zuläuft und mich dann begrüßt oder anrempelt, gelassen bleibt. So war es auch, Barky hat sich als wesensfester Kromfohrländer gezeigt, der weder eingeschüchtert noch ängstlich, sondern offen und neugierig diese Situationen meistert. Einzig vor der Begegnung mit einem anderen Rüden hatte ich etwas Muffensausen, aber das ging alles recht schnell und wurde nicht unnötig lange hinausgezögert, so dass die Rüden sich nicht vorher schon gegenseitig fixiert haben. So hat Barky einmal gewufft, als wir auf gleicher Höhe waren, sich aber schnell wieder beruhigt. Damit war ich völlig zufrieden, wir hatten ja schon weitaus unentspanntere Hundebegegnungen erlebt.

Und dann war unser Part auch schon vorbei, entspannt warteten wir auf die Ergebnisse und beobachteten das Prozedere bei den Hündinnen. Barkys Bruder Baly, seine Schwester Binou und Barky selbst haben alle die Körung erfolgreich bestanden, so dass wir abends kaputt und müde, aber alle richtig zufrieden nach Hause gefahren sind.

Hier könnt ihr Barkys Beurteilung nachlesen – wir finden sie richtig klasse:

Abschrift des Körscheins Barky:
Rüde, Wurfdatum 04.06.16,  ZB-Nr.5534, Glatthaar ohne Bart, 44cm, 13,6 Kg,
Gesamtersch./Knochenbau: geschlechtstypisch 20. Lidpigment: schwarz
Bemuskelung: gut 21. Nasenpigment: schwarz
Körperproportionen: etwas länger als hoch 22. Ohrenansatz: Korrekt,hoch
Rückenlinie: fest und gerade 23. Ohrenhaltung: korrekt, rechts und links
Kruppe: leicht abfallend 24. Ohrengröße: mittelgroß
Brust: schmal und tief 25. Kopfzeichnung: korrekt, deut.Blesse
Vorderhand/Schulter: gerade und senkrecht 26. Haartextur: Glatthaar, weich, seidig
Hinterhand: gerade und senkrecht 27. Haarwuchs: gerade, schlicht
Mittelfuß: senkrecht stehend 28. Haarlänge Widerrist,Rücken: bis 7 cm(Standard)
Pfoten: geschlossen 29. Haarlänge insgesamt: seitlich kürzer als am Widerrist
Pfotenstellung: korrekt 30. Fahnen,Hosen,Befederung: deutlich vorhanden
Pfotenballen: glatt und weich 31. Haarkleid: mit Unterhaar
Kopf: geschlechtstypisch 32. Körperzeichnung: 30-60% weiß
Stop: gut angedeutet 33. Farbe der Abzeichen: mittelbraun
Fang: typisch 34. Forellenflecken: nein
Gebiss: Scherengebiss 35. Rutenhaltung in Bewegung: Sichelrute
Augenform: oval 36. Gangwerk: fließend
Augengröße mittel 37. Gang vorne: korrekt
Augenfarbe: mittelbraun 38. Gang hinten: korrekt
Ergebnis der Exterieurbeurteilung:    Entspricht dem Standard
Kurzbeschreibung: vorzüglich aufgebauter Rüde, mit korrekten Winkelungen, einwandfreies Wesen,
im Gangwerk frei mit guter Haltung
Ergebnis der Wesens-/Verhaltensprüfung: Messen 1
Zahnkontr. 1
Gasse ohne Geräusche 1
Gasse mit Geräusche 1
Kreis ohne Geräusche 1
Kreis mit Geräusche 1
Begegnung Personen 1
Begegnung Personen mit Hund 2
stehender Hundeführer Händeschütteln 1
Bewertung:   1 =

Bewertung:   2 =

Sicheres Verhalten sozial und gegenüber Umwelt
skeptisches Verhalten, nach kurzer Zeit Beruhigung
Zuchttauglich
Körleiter: Frau Haase Zuchtrichter: Herr Bertold Peterburs     Zuchtleiter: Herr Müting

Gemeinschafts-Ausstellung Oer-Erkenschwick

Nachdem Barky im Juli 2017 den Titel „Deutscher Jugend-Champion (VDH)“ erhalten hat, machten wir uns am 17.09.2017 auf den Weg zum Hotel Stimbergpark ins nahe gelegene Oer-Erkenschwick, in der Hoffnung, die erste Anwartschaft für den Deutschen Champion zu sammeln.

Den Ablauf auf den Ausstellungen waren wir inzwischen gewöhnt und die Örtlichkeiten kannten wir von den Besuchen bei den Vest-Kromi-Wanderungen von Bijou de Monte Salza, an denen wir schon öfter teilgenommen hatten.

Barky präsentierte sich in der Zwischenklasse sowohl beim Laufen als auch auf dem Tisch toll. Sein Bruder Baly startete in der Jugendklasse, so dass die Jungs sich im Ring aus dem Weg gehen konnten und alle entspannt geblieben sind.

  

Zwischen der Bewertung und dem Aushändigen des Richterberichts lenkten die  Hunde sich beim Spielen ab.

Binou und Barky

Richterbericht:

15 Monate, Glatthaarrüde, rassetypische Gesamterscheinung, Kopf 1:1, symmetrische Stirnblesse, hoch angesetzte Kippohren, dunkelbraune Augen, perfekt sitzendes Scherengebiss, mittellanger Hals, fester Rücken, ausreichende Brusttiefe und Vorbrust, korrekte Farbe und Abzeichen, fließend und frei in der Bewegung, Rute sichelförmig getragen, präsentiert sich freundlich und frei

V1, CAC-VDH, CAC-Klub
Zuchtrichter: Herr Wächter

Nach der Ausstellung nutzten wir noch die Gelegenheit, einige Familienfotos zu machen.

Barky, Binou (beide von der Ruhrhalbinsel), Delta vom glatten Kiesel (Tante) und Andra vom Leimtel (Oma)

  

Ein Fotograf bot ebenfalls Shootings an, was wir gerne genutzt haben:

Barky, Binou, Aiello (alle von der Ruhrhalbinsel), Delta vom glatten Kiesel und Andra vom Leimtel

Anschließend war noch genug Zeit für einen Spaziergang durch die Haard und ein bisschen Schnüffeln und Toben, um den Ausstellungs-Stress wieder abzubauen.

 

 

 

 

Barky ist Deutscher Jugend-Champion VDH

Am 13.07.2017 wurde Barky von der Ruhrhalbinsel vom VDH mit dem Titel Deutscher Jugend-Champion (VDH) ausgezeichnet.

Barky ist damit der erste Ruhrkromi, der diesen Titel erworben hat und wir sind mächtig stolz darauf, dass wir bisher auf den Ausstellungen so gut abgeschnitten haben.