Nov 29

Vertrauen ist eine gute Basis

Ende Oktober wurde nicht nur der Herbst eingeläutet, auch Barkys Welpenzeit war nun beendet. Offiziell besaßen wir nun einen Junghund. Die wichtige Phase der Prägung und Sozialisierung war weitestgehend abgeschlossen, viele Dinge von unseren Listen hatten wir bereits abgearbeitet. Pferde findet Barky trotzdem noch unheimlich und bellt sie an.

Wie veränderte sich Barky und unser Zusammenleben mit ihm von nun an – änderte sich überhaupt etwas?

Wichtig war und blieb das Vertrauen, welches sich zwischen Barky und uns entwickelt hatte. Er wusste genau, dass wir auf ihn acht geben, dass wir für ihn sorgen und er bei uns sicher war. Wir wussten mittlerweile genau, wie unser Barky „tickte“, konnten vorhersehen, wie er in welchen Situationen reagieren wird und wann er gar nicht reagiert und deshalb immer schon einen Schritt vorausdenken. Wir sind schon ein gutes Mensch-Hund-Team geworden.

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Wichtig für Barkys Sicherheit war unsere Konsequenz. Ein Hund versteht Ausnahmen nicht, deshalb sollte man sich über klare Regelungen von Anfang an Gedanken machen. Wenn der Mensch keine gute Führung des Mensch-Hund-Teams übernimmt, dann wird der Hund verunsichert, weil er meint, selbst entscheiden zu müssen und weil er sich nicht auf seinen Menschen verlassen kann. So bricht aufgebautes Vertrauen schnell und schwupps – hat man einen „Problemhund“.

Bisher hatten wir es offensichtlich ganz gut hinbekommen, Barky akzeptiert uns und gehorcht uns in den meisten Fällen. Auf diesem Vertrauen bauten wir nun weiter auf.

Neben kleinen Tricks lernte Barky vor allen Dingen den Grundgehorsam, Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und die Erarbeitung des „Bei-Fuß-Gehens“ sowie einen sicheren Rückruf. Das alles sind ganz wichtige Kommandos, die er sein Leben lang beherrschen muss, damit er und wir sicher durch den Alltag kommen.

Die Erarbeitung von Tricks wie „Gib Fünf“ und „Gib Pfote“ fand Barky von Anfang an spannend und dabei wirkte er immer sehr neugierig, aufmerksam und wissbegierig. Damit konnten wir super die Zeiten zwischen den Spaziergängen füllen und Barky sinnvoll beschäftigen.

Fast täglich stellten wir fest, dass unser „Baby“ nun schon so erwachsen aussah.

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Barky ist fleißig weiter gewachsen, hatte nun schon eine Rückenhöhe von 40 cm und ein Gewicht von 10 kg erreicht und sein Fell wurde langsam immer länger und wellte sich am Rücken schon etwas. Jeden Morgen nach dem Aufstehen kam er mir optisch leicht verändert vor.

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Nach wie vor spielte Barky sehr gerne mit Tauen und Kuscheltieren.  Ganz Kromi-typisch suchte er immer unsere Nähe, legte sich meistens in dem Raum nieder, wo wir uns aufhielten. Dabei war es ihm egal, ob er auf seiner kuscheligen Decke oder auf dem Küchenfußboden lag, wichtig war dabei die Nähe zu seinem Rudel.

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Uns ist bewusst geworden, dass Barky von Anfang an eher selten mit uns kuschelte. Schon als wir ihn als Welpe bei Astrid besucht hatten und ihn auf unserem Schoß streicheln wollten, fand er seine Umgebung viel interessanter und ging immer wieder auf Entdeckungstour. Zum Schlafen zog er sich dann öfter unter eine Kiste zurück.

Auch jetzt legt Barky sich zwar mal auf unseren Schoß – kommt gerne auch mal auf die Couch – aber schon nach kurzer Zeit legt er sich dann wieder woanders hin. Natürlich sind wir besonders glücklich über diese Schmuse-Einheiten und genießen sie dann ganz intensiv.

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Wir sind gespannt, was nun noch alles auf uns zukommt, der Zahnwechsel ist nun abgeschlossen und wir genießen diese Phase der Junghund-Zeit, in der alles prima klappt. Die Pubertät folgt noch früh genug, dann wird das Vertrauen, was wir bisher aufbauen konnten unter Beweis und die hübschen Barky-Ohren auf Durchzug gestellt, aber bis dahin dauert es ja noch ein wenig…

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